Geistliches Konzert

Das Ensemble „Contra Voce“ mit Lehrern und Freunden der JMS unter der Leitung von Michael Valentin präsentiert:
24. März 2012, 20.00 Uhr, Katholische Kirche in Mörlenbach
„Missa paschalis“ und andere Werke Heinrich Isaacs
25. März 2012, 9.30 Uhr, Katholische Kirche in Fürth
„Missa paschalis“ im Rahmen eines Gottesdienstes
Heinrich Isaac wurde Mitte des 15. Jahrhunderts in Flandern geboren. Sein Name taucht erstmals auf einem Dokument auf, das besagt, dass er sich in Innsbruck aufhielt und auf der Durchreise nach Florenz war. Dort trat er 1484/85 bei Lorenzo dei Medici seinen Dienst als Sänger und später auch als Organist und Komponist an.
Nach dem Tode Lorenzos und dem Sturz der Medici nahm Maximilian I. Isaac als Hofkomponist in seine Dienste. In dieser Stellung kam Isaac in fast alle großen kulturellen Zentren Deutschland und Italiens. Er fungierte hier nicht nur als Musiker sondern auch als politischer Diplomat. Jedoch kehrte er immer wieder nach Florenz zurück, wo er 1517 starb.
Isaac beherrschte alle Kompositionstechniken der damaligen Zeit und hinterließ ein großes Oevre von geistlichen und weltlichen Stücken, angefangen von „Hohen und einfachen Messen“, Motteten bis zu den zahlreichen weltlichen ernsten und heiteren Liedern in verschiedensten Sprachen. In seiner „Missa Carminum“ (Messe der Lieder) verarbeitete er u.a. eine bekannte Melodie: „Innsbruck, ich muss dich lassen“, welches ihn unsterblich werden ließ.
Unter den über 50 Kompositionen Isaacs befinden sich alleine 4 Ostermessen (drei-, vier-, fünf- und sechsstimmig). Allen ist der Gregorianische Osterchoral zugrunde gelegt. Die große Missa Paschale gehört zu den sogenannten Alternatimmessen, in der sich gregorianische, einstimmige Teile und mehrstimmige Teile abwechseln und ist ein Werk von unglaublicher Größe und Ruhe. Das Sanctus ist ein polyrythmisches Meisterwerk. Die drei Sanctusrufe sind in die Mehrstimmigkeit rythmisch eingearbeitet. Sie stellt an die Ausführenden große bis größte Anforderungen.
Das Ensemble „Contra Voce“ mit Lehrern und Freunden der Jugendmusikschule unter der Leitung von Michael Valentin stellt sich diesen Anforderungen und führt das Werk zweimal im Weschnitztal auf.
Mitwirkende:
Vokalisten:
Sopran: Natascha Kaufmann-Feilen
Alt: Caroline Zapf, Beate Jahreis
Altus: Wolfgang Kistner
Tenor: Harald Veser
Bass: Ulrich Domes, Dieter Zapf, Elias Reichart
Instrumentalisten:
Susanne Bergmann: Blockflöten, Altviella, Bassgambe
Jutta Dedy: Zink, Blockflöten
Véronique Simons: Altgambe, Diskantviella
Sebastian Schertel: Posaune
Ursula Boomgaarden: Tenordulcian, Bassdulcian
Gerhard Wegener: Bassdulcian


