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Klassenmusizieren

Jeki-Klassen

Die Grundidee: Mit dem Pilotprojekt JeKI (Jedem Kind ein Instrument) soll möglichst vielen Kindern die Chance eröffnet werden, in der Grundschule ein Musikinstrument zu erlernen. Dazu erfahren Schülerinnen und Schüler der ersten Klasse durch ein Team von Klassen- bzw. Musiklehrern und Musikschullehrkräften eine umfassende musikalische Grundausbildung. In der zweiten Klasse erhalten die Schülerinnen und Schüler dann in einer zusätzlichen Musikstunde Instrumentalunterricht in kleinen Gruppen. (Zitat: Hessisches Kultusministerium)

JeKI an der Brüder-Grimm-Schule in Rimbach: Was im August 2008 als Projekt unter der Leitung von Elisa Birschel gemeinsam mit einer Lehrkraft der Grundschule begann, ist mittlerweile ein kleines Grunschulorchester geworden, was 14-tägig zusammen mit dem Blockflötenteam probt. Im September 2011 startet nun die dritte Jeki-Klasse unter der Leitung von Beatrix Meier und Isabell Heimbücher, auch diese 25 Kinder werden Reisen in die Welt der Musik unternehmen,verschiedene Epochen und unterschiedliche Kulturen kennenlernen und erste Erfahrungen mit dem Musizieren und mit Musikinstrumenten machen. 

Musikklasse an der Schlosshofschule in Mörlenbach: Im August 2010 hat auch ein Schulprojekt in Mörlenbach begonnen. Eine musikalische Grundausbildung mit gleichzeitigem Instrumentalunterricht in Gruppen, ähnlich dem Instrumentenkarussell, bildet den Schwerpunkt des ersten Jahres. Im Mittelpunkt stehen der Rhythmus, die Stimme und das gemeinsame Musizieren. Gleichzeitig bekommen die Kinder Einblicke in verschiedene Instrumentengattungen (Rhythmus-, Zupf-, Streich-, Blasinstrumente). Im zweiten Jahr wählen sich die Kinder ihr Instrument aus und erhalten gruppenweise Unterricht, während der Klassenunterricht weiterläuft. Eine zweite Musikklasse ist auch im September 2011 eingerichtet worden.Dieses Projekt wird von der Sparkasse Starkenburg und dem Freundeskreis der Schlosshofschule gefördert.

 

Streicherklassen

Zwei Jahre, in den Jahrgangsstufen fünf und sechs, erhalten die Schüler statt des normalen Musikunterrichts den Streicherklassenunterricht. Zusätzlich zu diesen zwei Unterrichtsstunden sollten die Kinder auch zuhause üben. Mindestens zehn bis fünfzehn Minuten am Tag sollten für das Instrument aufgebracht werden, festgehalten von einem Übeprotokoll, das von den Eltern unterschrieben wird. Die Kinder bekommen in dieser Zeit Leihinstrumente zur Verfügung gestellt, nach den zwei Jahren müssten die Eltern dann ein eigenes Instrument besorgen. Anfänglich spielen Haltungs-, Vor- und Nachspielübungen eine große Rolle, im zweiten Ausbildungsjahr rückt immer mehr das Spielen nach Noten aus einem speziellen Streicherklassenheft in den Vordergrund. Für die Zeugnisnoten müssen die Kinder drei Stücke vorspielen.

Der Vorteil dieses Lernens in der Klasse liegt darin, dass die Kinder voneinander lernen können und sich gegenseitig unterstützen und motivieren. Sie lernen über das Musizieren hinaus noch Rücksichtnahme und Teamarbeit. Nach diesen zwei Jahren Unterricht ist die Bildung von Kleingruppen zur Kontrolle und besseren Tonbildung sinnvoll. Zusätzlcih können die Schüler in den Musikklassen und den zahlreichen Musikgruppen der Schule weiter ihr Können kontinuierlich verbessern.

Streicherklassen werden in der Martin-Luther-Schule in Rimbach angeboten. Ein Lehrer der MLS unterrichtet gemeinsam mit Monica Brecht, zusätzlich haben die Celli und Bässe noch Satzproben bei Frederik Lexa. Die Streicherklasse nimmt teil am Weihnachtskonzert der MLS, am Tag der offenen der MLS für die 4. Grundschulklassen und am Tag der offenen Tür der JMS. Eine Streicherklasse als Arbeitsgemeinschaft wird auch in der Brüder-Grimm-Schule in Rimbach angeboten. Hier werden sechs bis zehn Grundschüler einer Klassenstufe unterrichtet. (siehe auch Orientierungsstufe)

 

Klassenmusizieren mit Gitarren

Im Mittelpunkt des Kurses steht das Musikmachen auf der Gitarre in spielerischer Form. Es geht darum gemeinsam Musik zu erleben, Freude am Musizieren zu fördern und dadurch das Selbstwertgefühl zu stärken. Die Schüler benötigen dabei keine Vorkenntnisse. Musikalisches Grundwissen bzw. Fähigkeiten werden im Verlauf des Unterrichts vermittelt.

Das Angebot richtet sich an Schüler ab der 3. Klasse (möglich auch ab 2. Klasse) in einer Gruppenstärke von etwa 10-15 Schülern.

Der Kurs soll viel Raum für die Erkundung der Klangmöglichkeiten der Gitarre lassen. Instrumentaltechnische Spielfertigkeiten (wie das Akkordspiel) werden angebahnt, grundlegende Fähigkeiten (Haltung der Gitarre, Zupfen und Greifen) werden eingeführt. Das Konzept stellt keinen Ansatz für Instrumentalunterricht dar, bereitet diesen aber vor. Um ein gemeinsames, voraussetzungsloses Musizieren zu ermöglichen, muss ein gutes Rhythmusgefühl entwickelt werden. Dies geschieht durch verschiedene Spielideen mit Rhythmus und Sprache (z.B. Bodypercussion, Rhythmussprache, usw.)

Der Kurs dauert ein Schuljahr und wird durch ein ausgewähltes Unterrichtswerk begleitet. Die Inhalte decken dabei viele der verbindlichen Zielen des Rahmenplans für Grundschulen in Hessen ab. (siehe auch Orientierungsstufe)

 

Klassenmusizieren mit Blockflöten - "Blockflötenteam"

Das Konzept basiert auf einer seit vielen Jahren erprobten und anerkannt fundierten Methode für den Gruppenunterricht und ist ein solider und motivierender Weg für das schulische Musizieren mit Blockflöten in der ganzen Klasse oder in Arbeitsgemeinschaften.

Lieder, klassische Titel, Evergreens, aber auch Blues, Boogies und moderne Kompositionen, Duette, Terzette, Ensembles und Spiel-mit-Stücke in vielfältigen Stilarten sorgen für Abwechslung und einen spannenden Unterricht. Der Spaß am gemeinsamen Lernen und Musizieren wird durch die Auswahl innerhalb des Unterrichtsmaterials und die begleitenden Playbacks auf CDs noch gesteigert. Das Besondere: Durch die Möglichkeit, auch die F-Flöte von Anfang an mit einzubeziehen, können die unterschiedlichen Griffweisen der Blockflöte erlernt und der Unterricht durch unterschiedliche Tonhöhen und Klangfarben zu einem klangvollen Erlebnis gemacht werden.

  • Lehrkräfte als Lernbegleiter: Durch den Einsatz von CD und das Übertragen von Verantwortung auf Teams oder einzelne Kinder kann sich die Lehrkraft stärker auf das Lernklima und die persönliche Beziehung zu den Schülern konzentrieren.

  • Lernen nach neuen Lehrmethoden: FlötenTöne basiert auf den neuesten Erkenntnissen der Lernpsychologie. Lernen nach Modulen, Arbeiten im Team sowie zirkulares Curriculum sind die wichtigsten Fundamente.

  • Lernen nach Modulen: Der Stoff wird nicht linear, sonder mosaikartig vermittelt. Schüler bestimmen weitgehend ihr eigenes Lerntempo und gehen selbständig auf die Suche nach Wissenslücken, deren Schließung die Motivation beträchtlich steigert.

  • Kinder helfen Kindern: Die Klasse wird zum Team, in dem jeder seine Stärken einbringen und seine Schwächen aufarbeiten kann. Man hilft, erklärt und unterstützt sich gegenseitig, denn nur das sichert das gemeinsame Erfolgserlebnis. Die Mannschaft wird der Star - und nicht der Einzelne.

  • Improvisation: Frei oder harmoniegebunden: das gemeinsame „Komponieren” bringt ein Erfolgserlebnis für die gesamte Gruppe und stärkt das Selbstvertrauen jedes Schülers.

  • Lernen am Beispiel: Der musikalische Lernstoff wird immer an die eigene praktische Erfahrung gebunden. Es gibt kein “Lernen auf Vorrat”; was man zum Musizieren der Stücke braucht, wird gelernt und sofort angewendet.

Das Blockflötenteam wird in vielen Grundschulen ab dem 1. Schuljahr angeboten, Instrumente werden von der JMS zur Verfügung gestellt, die Gruppengröße liegt bei 4 bis max. 15 Kindern. (siehe auch Orientierungsstufe)